Omg du sprichst mir aus der Seele. Man darf dankbar sein und gleichzeitig wütend, finde ich. Und gerade eben bin ich einfach eher wütend. Ich fühle mich wie ein Clown in diesem System. Der seine süßen kleinen Aufgaben erfüllt und sich bloß nicht beschwert, lieber Witze macht. Ich brauch nunmal die Aussenwelt, wenn ich mir *nachhaltig* etwas aufbauen möchte. Alle struggeln so dolle und machen stets das beste draus. Wo soll ich mich neben Arbeiten, Lernen und nach der Familie schauen, noch irgendwie mit Aktivismus beschäftigen. Es geht fast nicht, ich müsste mich so hart aufopfern. Wirklich ermüdend. Danke für deine Worte. Ich hoffe auf eine ähnliche Bewegung wie aktuell in unseren Nachbarländern, dann könnte jeder mal die Handschuhe ablegen weil wir es zusammen machen würden. Keine Ahnung, fühle mich ein bisschen verzweifelt. Und ich kann das nicht so sein lassen und einfach nur mein Ding machen, irgendwie.

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Ja, genau... diese Art von Verzweiflung kenn ich recht gut. Die Tage sind voll, der Versuch, Dinge im Klein/Klein in der eigenen "Isolation" zu ändern, verbrennt den Rest an Kraft, der noch übrig wäre, und darüber hinaus ... haben wir in den anderen Ländern um uns Menschen, die sich irgendwie einigen können auf Probleme, mit denen es sich auseinanderzusetzen gilt, während selbst im engeren Umfeld man dann eher im jeder-gegen-jeden endet, weil es scheinbar keine Herausforderungen gibt, auf die man sich als dringlichstes Problem einigen kann und gegen die man gemeinsam zu Felde ziehen will. Und manchmal fühl ich mich zu alt, um dort noch zu hoffen, dass das jemals anders wird.
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