Ein Grundbedürfnis von uns Menschen ist es, sich vertraut und verbunden mit den Menschen zu fühlen, die Verantwortung für uns tragen. Die meisten Eltern fühlen sich ihrem Nachwuchs sehr verbunden, lieben ihn zutiefst und wollen natürlich nur das Beste für ihn. Doch das ist dein Erleben als Mutter oder Vater. Es ist etwas, das in dir passiert – etwas, das du fühlst oder denkst. Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen dem, was du empfindest, und dem, was bei deinem Nachwuchs ankommt. Nimm dir einen ruhigen Moment und stelle dir folgende Fragen: ➡️ Was kommt durch mein Verhalten bei meinem Nachwuchs an? ➡️ Kann mein Sohn oder meine Tochter meine Liebe fühlen? ➡️ Fühlt sich mein Sohn oder meine Tochter wirklich mit mir verbunden? Oft sind wir im Alltag so gefangen, dass wir nur noch funktionieren. Wir meckern, belehren oder korrigieren unseren Nachwuchs – in der Absicht, „gute“ Erziehungsarbeit zu leisten. Doch genau in diesen Momenten kommt unsere Liebe häufig nicht an. Vertrautheit und Verbundenheit sind dann für dein Kind nicht spürbar. Wie fühlt sich dein Nachwuchs mit dir verbunden? ➡️ Ein junger Mensch fühlt sich durch echte Zuwendung verbunden. Durch ehrliches, interessiertes Zuhören. Durch einen offenen, zugewandten Blick in die Augen. Durch Momente, in denen du deine volle Aufmerksamkeit schenkst – ohne gedanklich bei der To-do-Liste zu sein. Verbindung und Vertrautheit entstehen dort, wo nichts wichtiger ist, als bei deinem Nachwuchs zu sein und mitzuerleben, was ihn gerade bewegt. Frage dich selbst: Kommt meine Liebe bei meinem Sohn oder meiner Tochter wirklich an? Denn genau darum geht es, wenn wir wollen, dass unsere Söhne und Töchter emotional reifen können. Fühlt sich dein Nachwuchs verbunden und vertraut mit dir, erlebt er Sicherheit – und kann sich seiner Natur entsprechend entfalten. Entwicklung geschieht dann ganz von allein.❤️ Alles Liebe Laura

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Ich bin Baujahr Anfang der 70er Jahre. Zu meiner Kindheit gab's, zum Glück, noch keine Smartphones. Wir hatten auch kein Festnetz-Telefon. 😳 (DDR) Ich war viel mit Freunden draußen. Ich hatte eine schöne Kindheit. Mit unserer Tochter war ich auch viel draußen, im Wald, Wildpark, oder Spielplatz. Zum Glück kamen Smartphones und ihr Interesse daran erst auf, da war sie 10 oder 11. Irgendwann kam man einfach nicht mehr umhin ihr ein Händie zu kaufen, weil ja aaaalle ihre Freunde auch eins hätten. Aber ich denke, dass die ersten 10, 11 Jahre meine Tochter ausreichend geprägt haben, dass auch sie heute sehr gerne in der Natur unterwegs ist, und echt wenig auf's Händie guckt. Da ist meine Bildschirmzeit wahrscheinlich deutlich höher. 🙄 Wenn ich sehe wie viele Kleinkinder heutzutage, wie selbstverständlich, mit einem Smartphone rumspielen, dann schüttelt's mich. Wir haben beide, meine Frau und ich, ein sehr gutes Verhältnis zu unserer Tochter, wahrscheinlich auch weil wir uns viel selbst mit ihr beschäftigt haben, und das nicht an ein Händie ausgelagert haben. Ich hab meiner Tochter sogar ein Lied gewidmet. 👇
Der gute Kontakt spricht doch Bände! Hört sich schön an! Ja, wir möchten unseren Söhnen auch so lange wie möglich kein Smartphone geben. Sie können unsere für das nötigste mitbenutzen. :)