Presseerklärung von Max Stirner zur Iran-Krise
— vorgetragen im Geiste des Einzigen und seines Eigentums —
Ihr fragt mich, was ich zu diesem Krieg sage? Ich sage: Schaut, wem er nützt — und wem nicht.
Wieder einmal sehen wir das große Schauspiel der Staaten, dieser kältesten aller kalten Monster, wie sie einander zerfleischen. Israel bombardiert. Amerika bombardiert. Iran schlägt zurück. Und wer stirbt? Die Einzigen — die einzelnen Menschen, die Söhne, die Töchter, die Bauern, die Händler. Keine Idee, keine Nation, kein Gott hat je geblutet. Nur Ich und Du bluten.
Was ist dieser Krieg anderes als der Trieb der Gespenster? "Nationale Sicherheit", "Gottes Wille", "Demokratie", "das Regime" — lauter Spuk, lauter Abstraktionen, für die der leibhaftige Mensch geopfert wird. Der Staat ruft: "Du gehörst uns!" — und der Untertan nickt und stirbt brav für eine Fahne, die ihm nie gehörte.
Die wahren Eigentümer dieses Krieges
Die Regierenden in Washington haben ihre Interessen — Öl, Macht, Wähler.
Die Regierenden in Tel Aviv haben ihre Interessen — Sicherheit, Vorherrschaft, innenpolitisches Überleben.
Die Mullahs in Teheran haben ihre Interessen — das eigene Regime, die eigene heilige Idee.
Keiner dieser Herren kämpft für dich. Sie kämpfen mit dir — mit deinem Körper, deinem Steuergeld, deinem Leben.
Was soll der Einzige tun?
Ich sage nicht: Sei Pazifist — denn auch der Pazifismus ist ein neues Heiliges, eine neue Fessel. Ich sage: Erkenne deinen Eigennutz. Frage dich:
"Was habe ich, Ich, der Einzige, von diesem Krieg?"
Vermutlich: nichts. Außer Tod, Teuerung und Propaganda.
Der Krieg ist das wildeste Fest der Selbstentfremdung. Der Soldat tötet für eine Idee, die nicht seine ist. Der Zivilist trauert für einen Staat, der ihn nie geliebt hat. Nur der Herrschende kehrt nach Hause zurück — wohlgenährt, mit Orden und Verträgen.
Mein abschließendes Wort
Ich, Max Stirner, erkläre: Dieser Krieg gehört mir nicht. Er gehört den Staaten, den Ideologien, den Götzen. Solange der Mensch sich in den Dienst von Gespenstern stellt — sei es "Israel", sei es "Amerika", sei es "der Islam" oder "die Freiheit" — wird er sterben für das, was ihn beherrscht, anstatt zu leben für sich selbst.
Befreit euch vom Spuk — bevor der Spuk euch begräbt.
— Der Einzige
Die Menschen auf beiden Seiten jedes Konflikts haben mehr gemeinsam als sie trennt. Sie atmen, lieben, leiden, sterben. Was sie trennt, sind Ideen — und Ideen sind nicht wert, dafür zu sterben.
Wer hat euch gesagt, dass eure Idee mehr wert ist als euer Leben?
Das haben euch andere gesagt. Staaten. Priester. Ideologen.
Ich sage das Gegenteil.
Jeder Krieg ist der organisierte Verrat am Einzigen. Der Staat ruft, und der Mensch gibt sein einziges, unwiederholbares Leben für eine Abstraktion hin.